Projekt am HIAS
Einfluss der mit metabolischer Dysfunktion assoziierten Steatose-Hepatitis während der Schwangerschaft
Während ihres HIAS-Fellowships wird Catalina Atorrasagasti mit Sandra M. Blois und Mariana G. Garcia zusammenarbeiten, die als Mentee am Forschungszentrum für Sexual- und Reproduktionsgesundheit bei Übergewicht und Adipositas am UKE tätig ist. Das Projekt wird das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen bei adipösen Frauen mit Fettlebererkrankung untersuchen, wobei der Fokus auf Veränderungen der Glykan–Galectin-Netzwerke im Verlauf der MASLD liegt. Da die MASLD, die mit dem metabolischen Syndrom assoziiert ist, bei Frauen im gebärfähigen Alter zunimmt, ist das Verständnis ihrer Auswirkungen auf Schwangerschaft und die metabolische Anpassung der Mutter von großer Bedeutung.
Ihre Tandempartnerin ist Sandra M. Blois, Leiterin der Forschungsgruppe für Glykoimmunologie und Reproduktion, Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
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Förderung

Das HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.
Tandem
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Sandra M. Blois, Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Biografie
Catalina Atorrasagasti ist Molekularbiologin, außerordentliche Forscherin am Nationalen Rat für Wissenschaftliche und Technologische Forschung (CONICET) sowie außerordentliche Professorin für Genetik an der Universidad Austral (UA), wo sie zudem dem akademischen Beirat des Doktoratsprogramms angehört. Sie erwarb ihr Diplom in Biowissenschaften an der Universität Buenos Aires und promovierte in Biomedizinischen Wissenschaften an der Universidad Austral. Im Rahmen ihrer Dissertation befasste sie sich mit molekularen und zellulären Mechanismen akuter und chronischer Lebererkrankungen. Ihre Promotions- und Postdoc-Ausbildung bildeten die Grundlage für ihre Spezialisierung in molekularer und translationaler Hepatologie. Sie leitet das Forschungsprojekt „Metabolic Dysfunction-Associated Fatty Liver Disease and Metabolism“ im Rahmen des Programms für Experimentelle Hepatologie und Gentherapie am Institut für Translationale Medizinische Forschung, das Grundlagenforschung mit translationaler Forschung verbindet, um Pathogeneseprozesse von Lebererkrankungen besser zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln. Seit Beginn ihrer Promotion hat sie 33 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht (davon 9 als Erstautorin, 2 als Letztautorin/korrespondierende Autorin).
Die Forschungsarbeit von Catalina Atorrasagasti konzentriert sich auf die mit metabolischer Dysfunktion assoziierte Steatose-Hepatitis (MASLD), die hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms und eine Erkrankung, die in engem Zusammenhang mit Adipositas und Typ-2-Diabetes steht. Sie untersucht die Progression von einfacher Steatose zu Steatohepatitis (MASH) und deren Komplikationen, einschließlich des hepatozellulären Karzinoms. Im Zentrum ihrer Forschung stehen experimentelle Modelle, mit dem Ziel, translationales Wissen zu generieren, das zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit beitragen kann. Ihre Arbeit erfolgt in einem interdisziplinären Team, dem unter anderem Hepatolog:innen, bariatrische Chirurg:innen, Ernährungswissenschaftler:innen, Biochemiker:innen und Bioinformatiker:innen angehören.
Catalina Atorrasagastis HIAS-Fellowship wird aus Mitteln des Bundes und des Landes Hamburg finanziert, die die Universität Hamburg im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie eingeworben hat.
Bildinformation
“The Weight Within: Fatty Liver as a Hidden Player in Gestational Health” (Das innere Gewicht: Die Fettleber als versteckter Faktor für die Gesundheit während der Schwangerschaft), Bild und Illustration von C. Atorrasagasti & Clara Barcelo.