2024—2025

Bamini Gopinath

Epidemologie, Macquairie University Sydney

Projekt am HIAS

Der eindeutige Zusammenhang zwischen der Alterung der Bevölkerung, Sinnesverlusten, kognitivem, sozialem, emotionalem und körperlichem Verfall sowie damit verbundenen Behinderungen kann nicht ignoriert werden. Mit einem besseren Verständnis und fundierteren Kenntnissen über Methoden und Konzepte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften lässt sich ein vielschichtiger Ansatz für Interventionen umsetzen, der eine ganzheitliche Beurteilung und Betreuung von Erwachsenen mit Sinnesverlusten umfasst.

Bamini Gopinaths HIAS-Fellowship wird durch bedeutende neue Kooperationen und akademische Interaktionen in Hamburg dazu beitragen, dies zu erreichen, indem es die Interdisziplinarität ihres aktuellen Forschungsprogramms erweitert und ein international wettbewerbsfähiges Forschungsteam aufbaut, dessen Schwerpunkt auf den soziopsychologisch-kulturellen Risikofaktoren und Folgen von Sinnesverlust liegt.

Daher wird dieses Fellowship dazu beitragen, neue Perspektiven oder Denkansätze zu etablieren und Aspekte psychologischer, sozialer und geisteswissenschaftlicher Ansätze in die Forschung zum Sinnesverlust zu integrieren. Folglich wird dieses Forschungsprojekt dazu beitragen, Ansätze im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu entwickeln, die explizit auf psychosoziale Faktoren abzielen und fundierte Kenntnisse über kulturelle Faktoren und soziale Dynamiken bei der Konzeption wirksamer Interventionen für Erwachsene mit Sinnesverlust nutzen.

Gopinaths Tandempartnerin ist Juliane Degner, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Hamburg.

Website

Bamini Gopinath

Förderung

Tandem

Prof. Dr. Juliane Degner, Social Psychology, University of Hamburg

Biografie

Bamini Gopinath ist ausgebildete Epidemiologin und Inhaberin des ersten Cochlear-Lehrstuhls für Hören und Gesundheit an der Macquarie University. Derzeit leitet sie den Bereich „Public Health and Policy“ bei Macquarie University Hearing, dessen Ziel es ist, die Art und Weise zu verändern, wie die klinische Versorgung von Erwachsenen mit Seh- und Hörverlust gestaltet wird. Ihre laufende Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit zielt darauf ab, wichtige Forschungsergebnisse in die Gesundheitspolitik und -praxis umzusetzen, indem sie sich auf aktuelle Lücken im australischen Gesundheitswesen konzentriert. In den letzten fünf Jahren war sie Mitautorin von 81 begutachteten Fachartikeln (bei einer Gesamtzahl von 269 Artikeln in ihrer gesamten Laufbahn) und wurde über 9.500 Mal zitiert.

Gopinaths epidemiologisches und translationales Forschungsprogramm erarbeitet und nutzt hochwertige Forschungsergebnisse, um die Risikofaktoren und Auswirkungen von Seh- und/oder Hörverlust anzugehen. Ihre Analysen großer bevölkerungsbezogener Datensätze führten zu neuen Forschungsergebnissen, die zur Entwicklung sozialer und medizinischer Interventionen für gesundes Altern auf nationaler und globaler Ebene beitrugen. Dabei werden die negativen Auswirkungen von Sinnesverlusten auf die Lebensqualität, die psychische Gesundheit und den Funktionsstatus hervorgehoben. Unter anderem arbeitete sie an einem evidenzbasierten Programm, das darauf abzielt, die Ernährungsgewohnheiten von Patienten mit Makuladegeneration (der häufigsten Ursache für Sehverlust) durch ein innovatives telefonisches Coaching-Programm zu verbessern.

Gopinaths HIAS-Stipendium wurde von der Joachim-Herz-Stiftung finanziert.

Image Information

AI-generated image.

Portrait: HIAS/Claudia Hoehne