Das ist das Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS)

Mit dem Einzug der ersten Fellows in das gründerzeitliche Stadthaus an der Rothenbaumchaussee 45 hat das Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) im Oktober 2020 seine Arbeit aufgenommen. Die Wissenschaftslandschaft der Hansestadt bekommt damit einen Ort, an dem exzellente Forschende und Kunstschaffende aus aller Welt in einer kreativen, offenen Atmosphäre und frei von Verpflichtungen in Lehre oder Administration an selbst gewählten Projekten arbeiten können. Vorbild für das Hamburger Institut ist das älteste Wissenschaftskolleg der Welt im nordamerikanischen Princeton. Pro Jahr können bis zu 20 Fellows zwischen drei und zehn Monate lang in Hamburg leben und ihre Projekte realisieren.

Gegründet 2019, wird das HIAS von derzeit neun Hamburger Wissenschaftsinstitutionen in Form eines gemeinnützigen Vereins getragen, wodurch auch eine verstärkte Vernetzung, wie vom Wissenschaftsrat empfohlen, umgesetzt wird.

Starke Ausrichtung auf den öffentlichen Diskurs

Besonderheit des HIAS ist neben der engen Verzahnung mit den Wissenschaftsinstitutionen vor Ort seine zugleich starke Ausrichtung auf die Hamburger Öffentlichkeit: So veranstaltet die Hamburger Körber-Stiftung gemeinsam mit dem HIAS die „Hamburger Horizonte“, eine jährliche Konferenzreihe zum Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

„Die Fellows leben am HIAS nicht in der Abgeschiedenheit eines Klosters. Die Debatten untereinander, die enge Anbindung an die wissenschaftliche Community, aber auch der Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ist gewünscht und eine unserer Stärken“, sagt Präsidiumssprecher Frank Fehrenbach, Professor am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.

Um diese Vernetzung mit in Hamburg ansässigen Forscher:innen zu unterstützen und zu personalisieren, wird jedem HIAS-Fellow eine Tandempartnerin bzw. einen Tandempartner von einer der neun Mitgliedsinstitutionen des HIAS zur Seite gestellt. Diese sorgen dafür, dass die Fellows in die jeweiligen Hamburger Fachcommunitys integriert werden und damit sowohl die Fellows als auch die Hamburger Wissenschaftler:innen neue Impulse für ihre Forschungen erhalten.

Jeder Fellow verfügt zudem über ein Budget, um mindestens eine öffentliche Veranstaltung während des Aufenthalts in Hamburg zu planen und durchzuführen. Das Institut selbst veranstaltet Vorträge und Symposien zu am HIAS diskutierten Themen und Erkenntnissen.

Die Fellows werden auf Empfehlung eines Auswahlkomitees aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz, ihrer Innovationsstärke sowie der interdisziplinären Anschlussfähigkeit des Forschungsprojekts eingeladen, das sie am HIAS betreiben werden. Die Fellows können sich selbst um ein Stipendium bewerben oder werden von Wissenschaftler:innen der Hamburger Mitgliedsinstitutionen für ein Fellowship vorgeschlagen. Finanziert werden die Fellowships sowohl aus Mitteln des Bundes und des Landes Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie der Universität Hamburg, als auch von der Joachim Herz Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg übernimmt zudem Fellowships für Nachwuchsforschende.

Gemeinsam leben, arbeiten und diskutieren

Zusammen arbeiten die Fellows an den HIAS-Standorten in der Rothenbaumchaussee 45 und im Mittelweg 161 in unmittelbarer Nähe zur Universität und wohnen in deren Gästehaus. Regelmäßig stehen Veranstaltungen, Kolloquien und gemeinsame Mahlzeiten auf dem Programm. Salons, Wintergarten, Veranda, eine Dachterrasse und zahlreiche Sitzgruppen bieten ebenso wie der ruhige Garten Gelegenheit für inspirierende Begegnungen.

Durch die Verbindungen, welche die Fellows während ihres Aufenthalts am HIAS mit Hamburger Wissenschaftler:innen knüpfen und vertiefen, sollen langfristige Kooperationen am Wissenschaftsstandort Hamburg verankert und dessen Internationalisierung nachhaltig ausgebaut werden.

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