Das HIAS nimmt Bewerbungen von Wissenschaftler:innen aller Karrierestufen sowie von Kunst- und Kulturschaffenden entgegen. Wichtigste Bedingungen für einen Fellow-Aufenthalt am HIAS sind intellektuelle Neugier, Interesse an fremden Disziplinen und Bereitschaft zum Gespräch auch jenseits des eigenen Fachgebiets. Als ideale Kandidat:innen werden Wissenschaftler:innen sowie Kunst- und Kulturschaffende erachtet, die Grundannahmen ihrer Disziplin reflektieren und theoretisch oder konzeptionell arbeiten. Bewerbungen von Nachwuchswissenschaftler:innen bzw. aufstrebenden Kunst- und Kulturschaffenden sind ausdrücklich willkommen. Da das HIAS großen Wert auf Diversität legt, sind Bewerbungen von Personen, die in für gewöhnlich eher unterrepräsentierten Weltregionen ansässig sind, ganz besonders willkommen.

Die Fellows leben und arbeiten während der Laufzeit ihres HIAS-Fellowship in Hamburg. Als Projekt eignet sich daher nur Forschung, die vor Ort am HIAS oder in Laboren lokaler kooperierender Wissenschaftler:innen durchgeführt werden kann.

Um zu gewährleisten, dass Fellows den Wissenschaftsstandort Hamburg mit ihrer auswärtigen Perspektive und Expertise bereichern, sind in der Metropolregion Hamburg tätige Personen von der Berufung als Fellows ausgeschlossen.

Derzeit nimmt das HIAS Bewerbungen für Fellowships von drei- bis zehnmonatiger Dauer für das akademische Jahr 2024/2025 sowie für die folgenden Jahre entgegen. Bewerbungen für 2024/2025 können bis zum 31. Oktober 2022 über application@hias-hamburg.de eingereicht werden.

Das akademische Jahr beginnt frühestens am 1. September und endet spätestens am 30. Juni des Folgejahres.

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung in englischer Sprache als gebündelte PDF. Eine vollständige Bewerbung besteht aus folgenden Unterlagen:

  • Anschreiben mit Nennung relevanter Daten zu Ihrer Person, des gewünschten akademischen Aufenthaltsjahres sowie möglicher wissenschaftlicher Kooperationspartner:innen in Hamburg
  • CV inkl. Preise und anderer Auszeichnungen
  • Publikationsliste mit Kennzeichnung der für das intendierte Forschungsprojekt relevantesten Beiträge
  • Beschreibung des geplanten Projekts (max. 3 Seiten)
  • ggf. Empfehlungsschreiben eines/r Hamburger Kooperationspartners/in

Mit dem Einsenden Ihrer Bewerbung willigen Sie der zweckgebundenen Verarbeitung Ihrer darin enthaltenen personenbezogenen Daten ein. Diese werden nicht an Dritte weitergegeben.

Bewertungsmaßstab für die Eignung der Kandidat:innen ist die bisherige individuelle wissenschaftliche oder künstlerische bzw. kulturelle Leistung, die Qualität des eingereichten Projektvorschlags sowie der zu erwartende Beitrag für die international und divers zusammengesetzte Gruppe von Fellows.

Herausragendes Niveau der bisher erbrachten wissenschaftlichen oder künstlerischen bzw. kulturellen Leistungen

Maßgebliche Bewertungskriterien sind:

  • bedeutende Monografien
  • Artikel in Erstautorschaft
  • Publikation bzw. Rezensionen in relevanten wissenschaftlichen Zeitschriften bzw.   Feuilletons und Kunstmagazinen
  • angesehene Preise und Auszeichnungen
  • Mitgliedschaften
  • Ausstellungen in renommierten Museen oder Kunstinstitutionen
  • Konzerte bzw. Aufführungen auf renommierten Bühnen
  • Einfluss auf bzw. Prägung gesellschaftliche/r Diskurse usw.
  • bei wissenschaftlich arbeitenden Fellows: Promotion (mind.)

Die Beurteilung berücksichtigt die jeweilige Karrierestufe, bei Nachwuchswissenschaftler:innen auch das Zukunftspotenzial. Von Nachwuchswissenschaftler:innen wird erwartet, dass sie bereits eine ihrer Disziplin entsprechende Summe an Artikeln in renommierten Zeitschriften platziert haben. Die Promotion ist bei wissenschaftlich arbeitenden Fellows in der Regel erforderlich. Sehr gute Kenntnisse des Englischen sind notwendig.

Beurteilung des Forschungsprojekts

Maßgebliche Bewertungskriterien des Vorhabens sind:

• Die Eröffnung neuer Bereiche/Denkweisen
• Die Anschlussfähigkeit an andere Disziplinen
• Die Identifizierbarkeit einer geeigneten Tandempartnerin/eines geeigneten Tandempartners in Hamburg
• Die Realisierbarkeit des Vorhabens im Rahmen des HIAS.

Internationalität und Diversität der Gruppe

Ein maßgebliches Bewertungskriterium ist, inwiefern der/die Bewerber:in die Gruppe intellektuell und durch ihre/seine Herkunft und Sichtweise zu bereichern vermag.

 

Das HIAS unterstützt die Initiative Wissenschaftsbrücke für die Ukraine der Freien und Hansestadt Hamburg und vergibt ab sofort

bis zu 3 Fellowships für

geflüchtete ukrainische Wissenschaftler:innen oder Kultur- und Kunstschaffende

€ 2.000 / Monat  I  Laufzeit 3 – 10 Monate

Als Fellow wird der/die Wissenschaftler:in oder Kultur- und Kunstschaffende in das laufende interdisziplinäre und internationale Fellowship-Programm aufgenommen.

Das Programm beinhaltet folgende Leistungen:

  • einen Büroarbeitsplatz im Zentrum Hamburgs
  • technische Ausstattung
  • Unterstützung bei Recherche- oder sonstigen Aufgaben
  • die Teilnahme an interdisziplinären Kolloquien und Veranstaltungen
  • Einbindung in Hamburgs Wissenschaftscommunity, bzw. Kulturszene durch eine Tandempartnerschaft mit einem/einer Hamburger Kollegen/Kollegin
  • Beratung und Unterstützung bei Fragen zur Unterkunft, Kinderbetreuung und administrativen Aufgaben.

Darüber hinaus zahlt das HIAS ein monatliches Stipendium in Höhe von etwa € 2.000 (abhängig vom Familienstand).

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • der/die Bewerber:in ist Wissenschaftler:in (ab Postdoc) oder professionalisierte:r Kultur-, bzw. Kunstschaffende:r (mit Masterabschluss) und verfügt über gute Englischkenntnisse (mind. Niveau B)
  • der/die Bewerber:in ist in der Ukraine wohnhaft (ohne Zweitwohnsitz in Hamburg) und befindet sich aufgrund der politischen Situation in Lebensbedrohung
  • der/die Bewerber:in ist bereits aus der Ukraine geflüchtet, bzw. wird aus der Ukraine flüchten müssen
  • der/die Bewerber:in verfügt über keinen Arbeitgeber in Hamburg
  • der/die Bewerber:in ist gewillt, ihre/seine Tätigkeit in einem sicheren Umfeld und im regen Austausch mit internationalen Kolleg:innen fortzuführen.

Um möglichst schnell auf die politische Lage zu reagieren, muss der/die Bewerber:in keinen ausführlichen Antrag stellen.

Bitte senden Sie folgende Nachweise und Informationen formlos und in englischer Sprache per E-Mail mit dem Betreff „Ukraine“ an application@hias-hamburg.de:

  • CV inkl. Nachweis des akademischen Grades (Wissenschaftler:innen ab Postdoc; Kultur-, bzw. Kunstschaffende ab Masterabschluss)
  • Informationen über ein vorgesehenes wissenschaftliches oder kulturelles Projekt, bzw. Thema am HIAS (max. eine Seite)
  • Nennung eines/einer gewünschten Kooperationspartners/-partnerin in Hamburg (ein:e Wissenschaftler:in, oder Kultur-, bzw. Kunstschaffende:r aus einer der Institutionen Hamburgs, mögliche Einrichtungen finden Sie hier)
  • Informationen über mitreisende Familienangehörige
  • Informationen über den aktuellen Aufenthalt
  • Angabe des gewünschten Fellowship-Zeitraums

Bei Fragen oder für Beratung stehen wir Ihnen unter geschaeftsstelle@hias-hamburg.de zur Verfügung.

In Kooperation mit dem HIAS schreibt die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) pro Fellow-Jahr ein bis zwei themenbasierte Fellowships (ab PostDoc-Level) für je bis zu vier Monate aus. Die nächste Bewerbungsrunde wird voraussichtlich im Spätsommer 2022 für Forschungsaufenthalte ab Herbst 2023 stattfinden.

Die FZH-Fellowships sind thematisch an Forschungsprojekte zu Urbanität und Stadtgeschichte in zeithistorischer Perspektive gebunden. Für weitere Auskünfte steht Ihnen Dr. Christoph Strupp (E-Mail: strupp@zeitgeschichte-hamburg.de) zur Verfügung.

Die Kooperation mit der FZH bietet Fellows die Möglichkeit, am Leben in den Wissenschaftscommunities des FZH und des HIAS teilzunehmen. Hierzu gehören öffentliche Veranstaltungen ebenso wie der transdisziplinäre Austausch in internen Kolloquien. Diese Zusammenarbeit bietet den Fellows und den beiden kooperierenden Institutionen wertvolles Netzwerkpotenzial über ihre eigene Disziplin hinaus.

Es gelten die Auswahlkriterien der FZH und des HIAS.

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