„Staat, Religion und Familienrecht in vergleichender Perspektive“
Eine internationale und interdisziplinäre Sommerschule, konzipiert und geleitet von Nathan J. Brown und Nadjma Yassari.
Im Mittelpunkt dieser Sommerschule steht die Suche nach Wegen, disziplinäre Grenzen zu überwinden. Die Teilnehmenden untersuchen, inwieweit Staat, Religion und Familienrecht keine voneinander getrennten Einheiten sind, sondern sich auf vielfältige Weise gegenseitig beeinflussen: Selbst in Gesellschaften, die von ihren Mitgliedern als säkular wahrgenommen werden, prägt das Recht religiöse Lehren, Praktiken und Gemeinschaften und umgekehrt; das Familienrecht wird von staatlichen Gerichten entschieden, die sich mit religiösen Aspekten konfrontiert sehen, auch wenn sie diese nicht gezielt suchen; und selbst Staaten, die versuchen, religiöse Aspekte auszuschließen, müssen entscheiden, wo und wie sie diese Trennlinie ziehen wollen, wobei sie häufig auf das Recht zurückgreifen. Auf wissenschaftlicher Ebene beschäftigen sich die Fachgebiete Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft und Religionswissenschaft mit diesem Thema, häufig aus einer vergleichenden Perspektive. Dabei kommen jedoch meist unterschiedliche Vergleichsmethoden zum Einsatz, und es werden unterschiedliche Themen miteinander verglichen.
Die Sommerschule verbindet Fachvorträge mit intensivem Austausch unter Gleichgesinnten: Vormittags stehen Einblicke und Rückmeldungen von führenden internationalen Wissenschaftler:innen im Mittelpunkt, während die Nachmittage den von den Teilnehmenden geleiteten Workshops gewidmet sind. In diesen Sitzungen stellen Nachwuchswissenschaftler:innen der Gruppe ihre individuellen Projekte vor und erhalten kritisches Feedback, das ihnen hilft, hochgradig reflektierte, interdisziplinäre Forschung zu betreiben.
Organisator:innen:
Nathan J. Brown (HIAS Alumnus, George Washington University)
Nadjma Yassari (Swiss Institute for Comparative Law, universities of Zurich and Hamburg)
Expert:innen:
Mirjam Künkler (Institute for Advanced Legal Studies, London)
Maya Mikdashi (Rutgers University)
Jakob Skovgaard-Petersen (University of Copenhagen)
Teilnehmende:
Dhabya Al Naimi (Université Paris Panthéon-Assas)
Noor Ameena (National Law School of India University)
Weston Bland (University of Oxford)
Fatima Elhag (University of Oxford)
Shihab Idrees (French Research Center in Jerusalem)
Lama Karame (University of Oxford)
Xinran Liu (Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory)
Ahmed Mohamed (The University of Texas at Austin)
Saeede Mokhtarzade (University of Galway)
Passainte Ragab (Max Planck Institute for Comparative and International Private Law)
Meryem Solmaz (Ibn Haldun University)
Can Yöney (Marmara University)
Diese Summer School wird gefördert durch:

Diese Sommerschule wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.
In Zusammenarbeit mit:


