Im heutigen, von Unsicherheit geprägten geopolitischen Kontext stehen Wissenschaft, Hochschulwesen und Forschung unter wachsendem Druck. Der globale Wandel verlangt nach systemischen Lösungen, die die Wissensproduktion nachhaltig prägen werden. Bestehende Allianzen zerfallen, neue entstehen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt Science Diplomacy auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Universitäten und Forschungseinrichtungen zu eigenständigen diplomatischen Akteuren werden – ein Konzept, das oft als „Diplomacy in Science“ bezeichnet wird. Für international ausgerichtete Institutionen birgt dies sowohl Chancen als auch Herausforderungen.
In einer Zeit, in der die traditionelle Diplomatie mit wachsenden Spannungen konfrontiert ist, tragen sie eine besondere Verantwortung: Sie müssen sich für eine offene globale Wissenschaft einsetzen – zum Fortschritt des Wissens und zum Wohl der Gesellschaft. Dies erfordert strategisches und koordiniertes Handeln.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, diese Aspekte mit den Podiumsteilnehmer:innen – darunter Vertreterinnen aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Institutes for Advanced Study – und dem Publikum zu diskutieren.
Grußworte
- Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg
- Claus Müller, Leiter des Hanse-Office, Brüssel
- Christian Suhm, Generalsekretär des Hamburg Institute for Advanced Study
Keynote
Jan Marco Müller, Team Leader Global Approach, Multilateral Dialogue and Science Diplomacy, European Commission, DG Research and Innovation
Panelist:innen
- John Owusu Gyapong, Generalsekretär der African Research Universities Alliance (ARUA)
- Beate Heinemann, Vorsitzende des Direktoriums, Deutsches Elektronen Synchrotron (DESY), Hamburg
- Maria Rentetzi, Professorin für Science, Technology and Gender Studies, Universität Erlangen/Nürnberg; Vorsitzende der European Union Science Diplomacy Alliance
- Nela Riehl, Europaabgeordnete (Volt), Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung (CULT) des Europäischen Parlaments
Moderation
Andreas Roepstorff, Aarhus Institute of Advanced Studies (AIAS)
Veranstaltungsort
Hanse-Office – Gemeinsame Vertretung der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein in Brüssel
Avenue Palmerston 20
B-1000 Brussels
Die Veranstaltung findet auf Englisch und auf Einladung statt.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburg Forum for Global Science and Policy, Universität Hamburg. In Kooperation mit der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Aarhus Institute of Advanced Studies.


