Projekt am HIAS
Unhöflichkeit (Incivility) in den USA
In den USA ist eine große Mehrheit der Öffentlichkeit der Ansicht, dass Höflichkeit bzw. ein zivilisierter Umgang miteinander für die Demokratie notwendig ist – sieht aber gleichzeitig ein großes und wachsendes Problem darin, dass ein höflicher Umgang in der Politik zunehmend fehlt. Woher rührt dieser Widerspruch? Während ihrer Zeit am HIAS wird Ashley Muddiman an einem Buch arbeiten, das folgende These vertritt: Unhöflichkeit – also die Verletzung politischer Normen – kann Demokratien bedrohen, nicht weil die Öffentlichkeit Unhöflichkeit ablehnt oder weil Kandidaten manchmal unhöflich miteinander umgehen, sondern weil manche politischen Eliten Unhöflichkeit als Mittel einsetzen, um politische Macht zu erlangen. Das Buch wird sich weitgehend auf Unhöflichkeit (Incivility) in der US-amerikanischen Politik konzentrieren, aus ihm lassen sich jedoch auch Warnungen und mögliche Lösungsansätze für andere Länder ableiten, darunter Deutschland, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.
Ihr Tandempartner ist Michael Brüggeman, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Universität Hamburg.
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Förderung

Das HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.
Tandem
Prof. Dr. Michael Brüggemann, Kommunikationswissenschaften, Universität Hamburg
Biografie
Ashley Muddiman ist Associate Professor für Kommunikationswissenschaft und Co-Direktorin des Center for Democratic Governance an der University of Kansas in Lawrence, Kansas, USA. Zudem ist sie als Wissenschaftlerin am Center for Media Engagement tätig, das am Moody College of Communication der University of Texas in Austin angesiedelt ist. Bevor sie 2015 an die KU kam, war Ashley Muddiman Assistenzprofessorin am Institut für Kommunikation und Journalismus der University of Wyoming. Sie promovierte in Kommunikationswissenschaft an der University of Texas in Austin, erwarb ihren Master of Arts in Kommunikationswissenschaft an der Wake Forest University und ihren Bachelor of Arts in Kommunikationswissenschaft an der Miami University.
Seit über 15 Jahren beschäftigt sich Ashley Muddiman mit Demokratie und politischer Kommunikation. Konkret untersucht sie politische Unhöflichkeit und demokratische Normen, politische Medieninhalte und deren Auswirkungen auf die Öffentlichkeit sowie Fehlinformationen und Desinformation in demokratischen Kontexten.
Ashley Muddimans HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.