Projekt am HIAS
Wie globale Veränderungen die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen beeinflussen: Ein multidisziplinärer One-Health-Ansatz zum Schutz von Gesundheit und Umwelt
Chika Ejikeugwus Forschungsprojekt am HIAS trägt den Titel „Wie globale Veränderungen die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen beeinflussen: Ein multidisziplinärer One-Health-Ansatz zum Schutz von Gesundheit und Umwelt“. Darin befasst er sich mit der weltweit zunehmenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen. Das Projekt untersucht, wie der Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin, der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion zur Resistenzbildung beiträgt und wie globale Veränderungen – darunter Klimawandel, landwirtschaftliche Praktiken, Landnutzung und Wasserqualität – deren Ausbreitung beeinflussen.
Dabei wird ein „One-Health“-Ansatz verfolgt, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt miteinander verknüpft. Chika Ejikeugwu kooperiert mit Expert:innen aus den Bereichen Biologie, Agronomie, Umweltwissenschaften, Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften, um praktische Ansätze zur Reduzierung des Antibiotika-Missbrauchs zu entwickeln. Ein wichtiges Ergebnis wird ein Aufklärungsinstrument sein, das das Verständnis der Öffentlichkeit für Antibiotikaresistenzen verbessern und zu verantwortungsbewusstem Handeln anregen soll. Das Projekt zielt darauf ab, die öffentliche Gesundheit zu fördern, die Umwelt zu schützen, die Wirksamkeit bestehender Antibiotika zu erhalten und zu nachhaltigen Strategien zur weltweiten Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen beizutragen.
Sein Tandempartner ist Holger Rohde, Oberarzt am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.
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Förderung

Das HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.
Tandem
Prof. Dr. med. Holger Rohde, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Biografie
Chika Ejikeugwu war Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig (2023 bis 2026), wo er die Auswirkungen von Antibiotika auf das Bodenmikrobiom und die Häufigkeit von Antibiotikaresistenz-Genen untersuchte. Zuvor war er als Dozent an der Fakultät für Pharmazeutische Wissenschaften der Enugu State University of Science and Technology in Nigeria tätig, wo er pharmazeutische Mikrobiologie und Biotechnologie lehrte. 2021 forschte Ejikeugwu als DAAD-Stipendiat an der Bundesanstalt für Material-forschung und -prüfung (BAM) in Berlin, wo er die kombinatorischen Wirkungen von Bioziden und Antibiotika auf mutante resistente Stämme von Pseudomonas aeruginosa untersuchte. Im Jahr 2018 war er Stipendiat der Matsumae International Foundation in Japan und führte an der Universität Kyoto in Kyoto, Japan, eine Postdoktorandenforschung durch, deren Schwerpunkt auf der Erforschung von HIV-Reservoirs und Heilungsmöglichkeiten lag.
Chika Ejikeugwus Forschungsschwerpunkte liegen auf Antibiotikaresistenz (AMR), dem Bodenmikrobiom, dem One-Health-Ansatz und Infektionskrankheiten. In seiner Arbeit untersucht er die Auswirkungen von Antibiotika, die in den Boden gelangen, einschließlich ihrer Effekte auf mikrobielle Gemeinschaften im Boden, die Selektion und Verbreitung von AMR sowie die potenziellen Wege, über die antibiotikaresistente Bakterien und Resistenzgene die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Seine Forschung befasst sich zudem mit der Übertragung und Ausbreitung von AMR und Infektionskrankheiten im Rahmen des One-Health-Konzepts, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf antibiotikaresistenten Erregern und deren Umweltreservoirs liegt. Durch einen integrierten Ansatz möchte Chika Ejikeugwu das Verständnis mikrobieller Gemeinschaften verbessern, neu auftretende Gesundheitsrisiken identifizieren und zu innovativen Strategien für die Überwachung, Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten und AMR beitragen.
Das HIAS-Stipendium von Chika Ejikeugwu wird von der Freien und Hansestadt Hamburg sowie aus Bundes- und Landesmitteln finanziert, die die Universität Hamburg im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie eingeworben hat.