Oktober – Dezember 2026

Douglas Cairns

Klassische Philologie, University of Edinburgh

Projekt am HIAS

Populärkultur, öffentliche Moral und Klassen im antiken Athen

Während seiner Zeit am HIAS wird Douglas Cairns an zwei Monografien arbeiten, von denen eine vorläufig den Titel „Restraining the Powerful in Greek Popular Morality“ trägt und die andere den Titel „Virtue and Vicissitude: Emotion, Ethics, and Exemplarity in the Greek Tradition“ erhalten soll. Diese Arbeit ist Teil des von UKRI (UK Research and Innovation) finanzierten Projekts „Class Struggle in Ancient Greek Democracies“ (unter der Leitung von Mirko Canevaro, Edinburgh), an dem Cairns als Mitforscher beteiligt ist. In seinem Beitrag untersucht er, wie Formen der Populärkultur und der öffentlichen Moral genutzt wurden, um die Arroganz der Elite einzudämmen und deren Macht zu beschränken, wobei er sich auf Themen konzentriert, die in der archaischen Dichtung auftauchen, insbesondere aber auf deren Präsenz im klassischen Drama, in der Ethik und politischen Philosophie sowie in der athenischen Redekunst.

Sein Tandempartner ist Werner Rieß, Professor für Alte Geschichte an der Universität Hamburg.

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Douglas Cairns

Förderung

Das HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert. 

Tandem

Prof. Dr. Werner Rieß, Alte Geschichte, Universität Hamburg

Biografie

Douglas Cairns ist seit 2004 Professor für Klassische Philologie an der Universität Edinburgh. Zuvor war er an den Universitäten Glasgow, Leeds, Otago und St. Andrews tätig. Er hatte Gastprofessuren, bzw. Gastaufenthalte in Cagliari, Fu Jen (Taipeh), Kyoto, Pisa (Statale und Normale), Siena, Tokio und Zürich inne und erhielt Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung (Göttingen, Berlin, Dresden), des Leverhulme Trust (Göttingen), der University of Oxford und der Technischen Universität Dresden. Im Jahr 2012 hatte er den George R. Langford Family Eminent Scholar Chair an der Florida State University inne, und von 2018 bis 2023 war er Träger des von der Alexander von Humboldt-Stiftung verliehenen Anneliese Maier-Forschungspreises. Seine Forschung wurde vom Arts and Humanities Research Council (Großbritannien), dem Leverhulme Trust und dem Europäischen Forschungsrat (Advanced Grant 2018–23, „Honour in Classical Greece“) gefördert. Er wurde 2013 in die Academia Europaea, 2018 in die Royal Society of Edinburgh und im selben Jahr in die British Academy gewählt.

Douglas Cairns beschäftigt sich mit der antiken griechischen Gesellschaft, Ethik, Literatur und Philosophie, insbesondere mit den Emotionen und Fragen der zwischenmenschlichen Anerkennung.

Sein HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert. 

Bildinformation

Sisyphus, von Tiziano Vecellio, 1548/ 1549. Museo del Prado