2021—2022

Lutz Rademacher

Dirigent, Berlin

Der Dirigent Lutz Rademacher arbeitet seit 1997 mit Orchestern und Opernensembles im deutschsprachigen Raum, Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind das zeitgenössische Musiktheater und die Vermittlung Neuer Musik.

Welche Position nimmt die zeitgenössische Musikproduktion in der Gesellschaft ein? Wie hat es die Bildende Kunst geschafft, gesellschaftlich nicht nur anerkannt, sondern auch ein ernstzunehmender ökonomischer Faktor zu werden, während auf den Donaueschinger Musiktagen die Eingeweihten scheinbar unter sich bleiben? Dabei geht es einerseits darum, das Kollegium am HIAS und die interessierte Öffentlichkeit über die Produktionsbedingungen sowie aktuelle Strömungen und Tendenzen zu informieren, andererseits soll aber auch die Diskussion über gesellschaftliche Relevanz der zeitgenössischen Musik eröffnet werden. Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielen Hörgewohnheiten? Gibt es so etwas wie eine Resistenzfähigkeit der Tonalität? All diese Fragestellungen regen zu einer Empirie des Hörens an.

Tandempartner von Lutz Rademacher sind Ivana Rentsch, Professorin und Leiterin des Instituts für Historische Musikwissenschaft der Universität Hamburg und Gordon Kampe, Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Gemeinsam mit Herrn Prof. Kampe wird Lutz Rademacher exemplarisch für die Fellows am HIAS und die interessierte Öffentlichkeit eine szenische Komposition entwickeln und zur Diskussion stellen.
Die Uraufführung von „O Seufzen, Heulen, Herzensknall – Love is all we need!“ fand im Juni 2022 statt.

Lutz Rademacher wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.

Website

Lutz Rademacher

Finanzierung

Universität Hamburg

Tandem

Prof. Gordon Kampe, Professor für Komposition an der HfMT Hamburg, Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Präsident der Gesellschaft für Neue Musik (GNM)
Univ.-Prof. Dr. Ivana Rentsch, Professorin und Leiterin des Instituts für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg

not without

„My wonderful pencil – I use it to mark things in the score I am studying, such as cues for an instrument or a group of instruments- I use soft pencils because they are easily erasable and I very much love the haptics.“

Just Listen!, © KUMR.de

HIAS/Claudia Höhne

Vorträge und Veranstaltungen (Auszug)

10.02.2023
Premiere

„King Arthur“
Theater Bremen

Musiktheater-Happening über alte & neue Katastrophen, über Macht & Ohnmacht, über Liebe oder was wir dafür halten. Von Schorsch Kamerun nach Henry Purcell

12.05.2022
Oper

Bregenzer Festspiele 2022
„Die Zeitreisemaschine“ von Detlef Heusinger
Eine Oper, die Kinder und Jugendliche mit dem Komponisten Gioachino Rossini vertraut macht, der im vorletzten Jahrhundert wie ein Popstar gefeiert wurde.

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher

21.04.2022
#ThursdayColloquium

„Prima la musica – e poi le parole“

Dieser Vortrag von Lutz Rademacher und seiner Tandempartnerin  Ivana Rentsch bot eine musikalische Einführung in Musikinterpretation und die Geschichte des Dirigierens.

24.02.2022
#ThursdayColloquium

„Neither major nor minor – new freedom“
Im zweiten Teil seines #ThursdayColloquium lud Lutz Rademacher seine Co-Fellows und Gäste auf eine Reise in die Musik des 20. Jahrhunderts ein.

13.01.2022
#ThursdayColloquium

„From major to minor“ eine musikalische Reise.
In diesem #ThursdayColloquium gab Lutz Rademacher eine Einführung in die Grundlagen der Tonalität und deren Auflösung.

2021-2023
Advanced Listening

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. (Victor Hugo)

Andererseits heißt es: Man hört nur, was man weiß.

Als begeisterter Musiker (Dirigent, Pianist, Vermittler) begeisterte Lutz Rademacer seine Co-Fellows mit Worten und Tönen für Musik. In diesem jeweils etwa einstündigen Format nahm er sie mit auf eine Reise in die Geschichte der Tonalität und ihrer Auflösung im 20. Jahrhundert.

Die faszinierende Entwicklung der Neuen Musik im 20. und 21. Jahrhundert verknüpfte er mit Querverweisen in andere Disziplinen: Literatur, bildende Kunst, Film. Diese interdisziplinären Exkurse und das gemeinsame moderierte Hören erleichterten den Einstieg in Musikerlebnisse abseits der gewohnten Harmonien.

Und wer mehr weiß, hört nicht nur mehr. Man entwickelt sehr oft auch ein neues, unvoreingenommenes Verständnis von Kreativität und den aus ihr entstehenden, bisweilen scheinbar hermetischen Werken.

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