Daten, Gesellschaft und die Zukunft der E-Mobilität: Interdisziplinäre Ansätze für gerechte und resiliente Übergänge
Workshop

Die Elektromobilität rückt zunehmend in den Mittelpunkt der Klimaschutzbemühungen, der städtischen Transformation und der Energiewende. Der rasante Ausbau der Infrastruktur für Elektrofahrzeuge (EV), insbesondere der Ladesysteme, wirft jedoch kritische Fragen hinsichtlich Gerechtigkeit, Governance, Verhaltensänderungen und den gesellschaftlichen Auswirkungen datengesteuerter Mobilitätssysteme auf.

Dieser halbtägige interdisziplinäre Workshop bei HIAS, organisiert von Sanchari Deb, Achim Oberg und Detlef Schulz, bringt Forschende aus den Bereichen Datenwissenschaft, Energiesysteme, Klimawissenschaft, Stadtforschung, Wissenschafts- und Technikforschung (STS), Soziologie, Geografie und Governance-Forschung zusammen, um zu untersuchen, wie sich neue Datenpraktiken in der E-Mobilität mit umfassenderen sozialen, ethischen und politischen Herausforderungen überschneiden. Aufbauend auf laufenden Forschungsarbeiten zu barrierefreien, intelligenten und nachhaltigen Ladeinfrastrukturen verbindet der Workshop detaillierte Ladedaten auf Sitzungsebene und KI-gestützte Analysen mit Fragen der Gerechtigkeit, des städtischen Raums und der Klimaresilienz.

Durch Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen und ein interdisziplinäres Co-Creation-Lab möchte der Workshop den Dialog zwischen technischen und sozialen Bereichen fördern, Forschungsergebnisse aus der Anfangsphase vorstellen und neue Ideen für Kooperationen anregen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, wie KI, maschinelles Lernen und Mobilitätsdatensätze eine gerechte Infrastrukturplanung unterstützen, das Verständnis für Verhaltensweisen verbessern und widerstandsfähige Mobilitätssysteme unter klimatischen Belastungen ermöglichen können.

Der Workshop dient auch als Plattform, um zukünftige interdisziplinäre Forschungs-kooperationen zu erkunden, die auf nationale und internationale Fördermöglichkeiten abgestimmt sind, darunter Ausschreibungen der DFG, des EPSRC und von Horizon Europe in den Bereichen nachhaltige Mobilität, Energiesysteme und Klimaanpassung.

Teilnahmemöglichkeiten

Wir laden Nachwuchswissenschaftler:innen und erfahrene Forscher:innen aus einer Vielzahl von Fachbereichen ein, sich an diesem interdisziplinären Workshop zu beteiligen. Beiträge sind insbesondere willkommen von (aber nicht beschränkt auf):

  • Energiesysteme und Energietechnik
  • Datenwissenschaft, KI und maschinelles Lernen für Mobilität und Energie
  • Klimawissenschaft und klimaresistente Infrastruktur
  • Stadtforschung, Stadtplanung und Geografie
  • Wissenschafts- und Technikforschung (STS)
  • Soziologie, Politikwissenschaft und Governance von Übergängen
  • Mobilitätsgerechtigkeit, Ethik und Nachhaltigkeitsforschung

Beitragsvarianten

Die Teilnehmenden sind eingeladen, kurze Impulsvorträge (10 Minuten) zu einem oder mehreren der folgenden Themen vorzuschlagen:

  • Datengestützte Analyse des Ladeverhaltens und der Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen
  • KI und maschinelles Lernen für intelligente und nachhaltige Mobilitätssysteme
  • Klimafolgen, Resilienz und Anpassung in der E-Mobilität und Energieinfrastruktur
  • Soziale, verhaltensbezogene und soziotechnische Dimensionen der Elektromobilität
  • Herausforderungen in Bezug auf Governance, Regulierung und Politik beim Übergang zur Elektromobilität
  • Gerechtigkeit, Zugänglichkeit und Fairness beim Aufbau der Ladeinfrastruktur

Auf die Impulsvorträge folgen eine Podiumsdiskussion und ein interdisziplinäres Co-Creation-Lab, in dem die Teilnehmer:innen in gemischten Gruppen folgende Aufgaben bearbeiten:

  • Erfassung der wichtigsten technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen im Bereich E-Mobilität
  • Entwicklung von Zukunftsszenarien oder Interventionspfaden (z. B. gerechte Ladesysteme, klimaresistente Systeme)
  • Entwurf integrierter methodischer Ansätze, die quantitative und qualitative Instrumente kombinieren

Jede Gruppe erstellt eine kurze Konzeptbeschreibung oder ein Storyboard mit dem Ziel, vielversprechende Richtungen für zukünftige gemeinsame Forschungs- und Förderanträge zu identifizieren.

Informationen zur Einreichung

Interessierte Mitwirkende sind eingeladen, Folgendes einzureichen:

  • Eine kurze Zusammenfassung (150–200 Wörter) mit einer Beschreibung des vorgeschlagenen Impulsvortrags
  • Eine kurze Biografie (2–3 Sätze) mit Angaben zum fachlichen Hintergrund und zur Karrierestufe

In Zusammenarbeit mit