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Zeitverhältnisse einer Pandemie – Corona und die Beschleunigung

Die voranschreitende Beschleunigung der Lebenswelt wie auch der Wissenschaften zählt zu den Wesensmerkmalen der Moderne. Sie zeigte sich auch in der Covid 19-Pandemie. Nur so konnten durch enorm schnell arbeitende Wissenschaften in kurzer Zeit Impfstoffe und Medikamente hergestellt werden. Gleichwohl zeigten sich jedoch in der Bekämpfung der Pandemie nicht-dynamisierungsfähige Elemente.

Die Konferenz will beleuchten, wo in der Pandemie schnelle Wandlungen und dramatische Herausforderungen auf Beschleunigungsresistenz stießen. Was lässt sich unter den extremen Bedingungen der Pandemie in der Wissenschaft, insbesondere in der Forschung am Menschen, beschleunigen? Und was lässt sich nicht beschleunigen, will man auf wissenschaftliche Standards nicht verzichten? Wie sind Beschleunigungsmöglichkeiten und Beschleunigungsresistenz in Politik, Öffentlichkeit und Wissenschaft verteilt? Die Politik stand unter enormen Entscheidungsdruck. Doch offensichtlich unterscheiden sich Wissenschaft und Politik in zeitlicher Hinsicht, und daraus resultieren Missverständnisse und öffentliche Debatten. Wo kam es zu Synchronisationen und Desynchronisationen von verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Zeitlichkeiten? Ein Gutteil der medial ausgetragenen Kritik an der Wissenschaft lässt sich auch damit erklären, dass sie in anderen Zeiträumen arbeitet als die Politik. Aber wie sollen die Wissenschaften auf den enormen Druck reagieren?

Die Konferenz will politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Kontroversen um die Bekämpfung der Pandemie unter dem Aspekt der Zeitlichkeit untersuchen.

Teilnehmende:

  • Prof. Dr. med. Cornelius Borck, Universität zu Lübeck
  • Dr. med. Pedram Emami, MBA, Landesärztekammer Hamburg
  • Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Senatorin in der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
  • Nicola Kuhrt, MedWatch
  • Prof. Dr. med. Philipp Osten, UKE
  • Prof. Dr. med. Martin Scherer, UKE und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin
  • Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Jonas Schmidt-Chanasit, MD, Bernhard-Nocht-Institut
  • Corinna Schöps, ZEIT Online
  • Prof. Dr. med. Dr. Urban Wiesing, Universität Tübingen und Fellow 2021/2022 der Joachim Herz Stiftung am HIAS

 

Mittwoch, 18. Mai 2022  13.00 – 18.00 Uhr
Museum am Rothenbaum (MARKK)
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg

Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt, bitte melden Sie sich unter event@hias-hamburg.de an.

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