Projekt am HIAS
The Sublime, the Uncanny, the Epic, the Tragic, the Comedic, the Elegiac, the Apocalyptic: Modes of an Aesthesis of the Anthropocene
Eva Horns Projekt am HIAS beschäftigt sich mit einer Reihe ästhetischer Modi, die Elemente einer Ästhetik des Anthropozäns sein könnten: das Epische, das Erhabene, das Unheimliche, das Tragische, das Komische, das Elegische und das Apokalyptische. Als Formen von ästhetischer Erfahrung und Repräsentation sind sie nicht an ein bestimmtes Medium oder Genre gebunden. Die Frage ist, wie diese Modi jeweils einen Zugang zur tiefgreifend veränderten Welt des Anthropozäns eröffnen.
Zusammen mit ihrer Tandempartnerin, der Philosophin Juliane Rebentisch, Professorin an der HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg, soll die Frage behandelt werden, inwiefern diese ästhetischen Modi ein neues „In-der-Welt-Sein“ darstellen können und inwiefern sie Elemente einer „Aisthesis“ des Anthropozän sein können.
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Förderung

Das HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.
Tandem
Prof. Dr. Juliane Rebentisch, Philosophie, HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg
Prof. Dr. Cornelia Zumbusch, Germanistik, Universität Hamburg
Biografie
Eva Horn ist Professorin für Neuere deutsche Literatur und Kulturtheorie am Institut für Germanistik der Universität Wien. Sie hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie in Bielefeld, Konstanz und Paris studiert. Sie war Postdoc an der Universität Konstanz und der Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder, und sie war Professorin an der Universität Basel. Zusammen mit dem Geologen Michael Wagreich leitet sie seit 2019 das Vienna Anthropocene Network und ist seit 2024 Mitglied der Anthropocene Working Group. Sie hatte Gastprofessuren an der NYU, Columbia University, der University of Chicago, UC Berkeley, and NTNU Taiwan. Sie war Fellow am Rachel Carson Center and dem Wissenschaftschaftskolleg zu Berlin. 2020 erhielt sie den Heinrich Mann-Preis der Deutschen Akademie der Künste.
Eva Horns Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der deutschen und westeuropäischen Literatur des 18.-21. Jahrhunderts. Sie hat sich besonders mit dem Verhältnis von Literatur und politischer Theorie, Wissensgeschichte und Ökologie beschäftigt. Ein wichtiger Teil ihrer Forschung der letzten Jahre galten der Frage nach den literarischen Imaginationen von Katastrophen (Zukunft als Katastrophe, Fischer 2014). Zusammen mit Hannes Bergthaller hat sie eine Einführung in das Konzept des Anthropozäns für die Geisteswissenschaften veröffentlicht (Anthropozän – Eine Einführung, Junius 2019). Ihre jüngsten Forschungen gelten der Frage nach neuen Konzeptualisierungen von Natur. 2024 erschien eine große Studie über die Kulturgeschichte und die ästhetische Wahrnehmung des Klimas (Klima. Eine Wahrnehmungsgeschichte, Fischer, 2024).
Eva Horns HIAS-Fellowship wird aus Mitteln des Bundes und des Landes Hamburg finanziert, die die Universität Hamburg im Rahmen ihrer Exzellenzstrategie eingeworben hat.