Oktober 2024 – Juni 2025

Roman Petrov

Rechtswissenschaft, Nationale Universität Kiew-Mohyla-Akademie

Projekt am HIAS

Beitritt durch Krieg: Eine Neubetrachtung der EU-Erweiterungs- und Außenpolitik nach dem 24. Februar 2022

Während seines Aufenthalts am HIAS wird Roman Petrov zu den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, auf die EU-Erweiterung und die EU-Außenpolitik (Europäische Nachbarschaftspolitik, östliche Partnerschaft) forschen. Er wird historische, rechtliche und politische Aspekte der EU-Erweiterungspolitik und -praxis im Zusammenhang mit Krieg und Rechtsprechung in der Ukraine untersuchen. Es ist geplant, einen wissenschaftlichen Workshop zum Thema „Beitritt durch Krieg in der Ukraine“ unter Beteiligung führender deutscher, europäischer und ukrainischer Wissenschaftler:innen zu organisieren.

Darüber hinaus wird Roman Petrov in Zusammenarbeit mit dem ForUA (First International Expert Forum on Ukraine) und der Universität Hamburg eine Reihe monatlicher Runder Tische im HIAS veranstalten, um die aktuellsten Fragen des EU-Beitritts der Ukraine zu diskutieren.  

Roman Petrovs Tandempartner:innen sind Maren Hofius, Postdoc am Arbeitsbereich für Politikwissenschaft, insb. Global Governance, und Markus Kotzur, Prodekan für Internationales und Forschung und Professor für Europa- und Völkerrecht, beide an der Universität Hamburg. 

Webseite

Roman Petrov

Förderung

Tandems

Dr. Maren Hofius, Global Governance, Politikwissenschaft, Universität Hamburg

Prof. Dr. Markus Kotzur, LL.M. (Duke Univ.), Europa- und Völkerrecht, Universität Hamburg

Biografie

Roman Petrov hielt 2001 das allererste Jean-Monnet-Modul im EU-Recht in der Ukraine an der Nationalen Universität Donezk und ist seit 2010 Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls für EU-Recht an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie, wo er auch als Leiter des Jean-Monnet-Exzellenzzentrums für EU-Studien an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie fungiert. Außerdem ist er seit 2016 Direktor des Instituts für Deutsches Recht an der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie. 

Er promovierte an der Queen Mary University of London (UK). Nach seiner Promotion forschte er als Max-Weber-Stipendiat am European University Institute (Italien) und erhielt Forschungsstipendien an der Universität Heidelberg (Deutschland) (Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendium), der Universität Oxford (Großbritannien), der Universität Gent (Belgien), der Universität Uppsala (Schweden) und anderen internationalen Universitäten. Er war Gastprofessor und Forscher an der Universität Lettland in Riga (Lettland) und an der Universität Augsburg (Deutschland), Auslandslehrstuhl an der Universität Gent (Belgien), UNA-Lehrstuhl für EU-Studien an der Universität Bologna (Italien), Gastprofessor an der Universität Bari (Italien) und Europäischer Gastprofessor an der Universität des Saarlandes (Deutschland), Forschungsstipendiat am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und am British Institute of International and Comparative Law. 

Roman Petrov ist Autor eines der ersten ukrainischen Lehrbücher zum EU-Recht und Gründer und erster gewählter Präsident der Ukrainian European Studies Association. Prof. Petrovs Forschungs- und Lehrgebiete sind EU-Recht, Recht der EU-Außenbeziehungen, Angleichung und Harmonisierung der Gesetzgebung von Drittländern an den EU-Besitzstand, rechtliche Aspekte der regionalen Integration im postsowjetischen Raum, nicht anerkannte Entitäten im EU-Recht und im internationalen Recht. Petrov berät häufig staatliche Institutionen in der Ukraine, darunter das Verfassungsgericht der Ukraine und das Justizministerium. Er ist Experte für EU-Recht für das Europäische Parlament und das Sekretariat der Energiegemeinschaft.    

Sein HIAS-Fellowship wurde von der Joachim Herz Stiftung finanziert.  

Bildinformation

Das offizielle Siegel der Nationalen Universität Kiew-Mohyla-Akademie.