2024—2025

Massimo Leone

Kommunikationsphilosophie, Universität Turin

Massimo Leone ist seit 2005 Professor für Kommunikationsphilosophie, Kultursemiotik und visuelle Semiotik an der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaften der Universität Turin. Seit seiner Berufung im Jahre 2022 leitet er das Zentrum für religiöse Studien der Bruno Kessler Stiftung in Trient. Seit 2016 ist er Teilzeitprofessor für Semiotik am Fachbereich für chinesische Sprache und Literatur der Universität Shanghai, assoziiertes Mitglied von Cambridge Digital Humanities an der Universität Cambridge und Lehrbeauftragter an der Universität UCAB in Caracas. Leone ist Mitglied der Europäischen Akademie und wurde 2018 mit einem ERC Consolidator Grant und 2022 mit einem ERC Proof of Concept Grant ausgezeichnet. Er ist Chefredakteur von Lexia, der semiotischen Zeitschrift des Zentrums für interdisziplinäre Kommunikationsforschung an der Universität Turin, Mitherausgeber von Semiotica (De Gruyter) und Mitherausgeber mehrerer Buchreihen.

Leones Forschungsschwerpunkt ist die kulturelle Semiotik, mit besonderem Augenmerk auf Religion, visuellen Kulturen und deren digitalen Entwicklungen. Derzeit untersucht er theoretische Rahmen zur Modellierung des kulturellen Wandels in semiotischen Begriffen, Prozesse des Bedeutungswandels an kulturellen Grenzen und semiotische Ideologien an der Schnittstelle zwischen materiellen und digitalen Kulturen.

Am HIAS verfolgt Massimo Leone ein interdisziplinäres Forschungsprojekt mit dem Titel „Envisaging the City: An Interdisciplinary Study of Bio-Digital Urban Facescapes”, in dem es darum geht, die soziokulturellen Auswirkungen der digitalen Gesichtstechnologie in zeitgenössischen urbanen Umgebungen zu untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf deutschen Metropolen liegt. Leones Forschung wird untersuchen, wie menschliche Gesichter in städtischen Umgebungen zunehmend von digitalen Geräten erfasst und durch künstliche Intelligenz analysiert werden, was zu automatischer Gesichtserkennung in großem Umfang führt. Dieses Phänomen wirft erhebliche ethische, politische und soziale Fragen auf, insbesondere in Bezug auf Privatsphäre, Überwachung sowie die Kommerzialisierung von Gesichtsbildern.

Sein Tandempartner ist Frank Fehrenbach, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg.

Massimo Leones HIAS-Fellowship wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Freien und Hansestadt Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern der Universität Hamburg finanziert.

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Massimo Leone

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Universität Hamburg

Tandem

Frank Fehrenbach, Professor für Kunstgeschichte, Universität Hamburg

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